MIETwohnungen in Dresden - LÖBTAU
LÖBTAU HEUTE
Historie & Geschichte
Löbtau – eine der ältesten Siedlungen im Elbtal. Die Geschichte Löbtaus reicht weit zurück in die slawische Zeit. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte bereits am 28. Oktober 1068, als König Heinrich IV. zwei Hufen Land in „Liubituwa“ (vermutlich „liebliche Aue“ oder abgeleitet von einem slawischen Personennamen) dem Hochstift Meißen schenkte. Damit ist Löbtau 138 Jahre früher als Dresden (erste sichere Erwähnung 1206) schriftlich belegt und zählt zu den ältesten dokumentierten Orten der Region. Besonders in Altlöbtau lässt sich die typische slawische Platzdorfanlage bis heute gut nachvollziehen: Der zentrale, oft annähernd quadratische Dorfplatz war einst von Gehöften umgeben und lag direkt an der Weißenitz. Obwohl von den ursprünglichen ländlichen Fachwerk- und Lehmhäusern nur noch sehr wenige Spuren erhalten sind, prägt diese Struktur den Charakter des Viertels nach wie vor. Mitte des 16. Jahrhunderts änderte sich das Bild grundlegend: Mit der Gründung des kurfürstlichen Kammergutes Ostra wurde ein großer Teil des Löbtauer Landes abgetrennt und dem Gut zugeschlagen. Dadurch verlor der alte Dorfplatz seine zentrale wirtschaftliche und soziale Bedeutung – er rückte buchstäblich an den Rand. Ein besonderes Kapitel bilden die Drescherhäuser. Diese kleinen Häuser für Saisonarbeiter (Drescher) wurden 1663 vom Kammergut am Lerchenberg errichtet. Sie dienten als Unterkünfte für die Erntehelfer, mussten aber bei Beendigung der Saison wieder geräumt werden. Das letzte dieser Häuser fiel noch vor dem Zweiten Weltkrieg dem Abriss zum Opfer – heute erinnert lediglich der Straßenname „Drescherhäuser“ an diese Epoche. An der Kesselsdorfer Straße steht seit langem ein Denkmal für den bedeutenden Geologen Abraham Gottlob Werner (1749–1817), den Begründer des Neptunismus und einen der einflussreichsten Wissenschaftler seiner Zeit, der in Dresden starb. Nur wenige Meter entfernt, auf dem idyllisch angelegten Neuen Annenfriedhof (eingeweiht 1875), befindet sich das prächtige Grabmal des Großindustriellen Friedrich Siemens (1826–1904). Als Bruder von Werner von Siemens war er Mitentwickler des bahnbrechenden Siemens-Martin-Verfahrens zur Stahlerzeugung und leitete eine bedeutende Glas- und Ofenfabrik in Dresden. Sein Grabdenkmal – ein Genius mit gesenkter Fackel von Johannes Schilling – zählt zu den künstlerisch eindrucksvollsten auf dem Friedhof. Bis ins späte 19. Jahrhundert blieb Löbtau ein rasch wachsendes Dorf. Die Industrialisierung und die Nähe zu Dresden führten zu einem explosionsartigen Bevölkerungswachstum: Aus einem kleinen Bauerndorf mit wenigen hundert Einwohnern wurde eine der größten Landgemeinden Sachsens. Bei der Eingemeindung nach Dresden am 1. Januar 1903 zählte Löbtau etwa 39.000 Einwohner – damit war es der einwohnerstärkste Vorort, der je in die Stadt eingegliedert wurde. Bildsiegel von Löbtau: Ein blühendes Herz, von einem Pfeil durchbohrt, umgeben von drei Blumen – ein Symbol, das Liebe, Treue und vielleicht auch die „liebliche Aue“ andeuten mag.
Beliebte Wohngegenden
Löbtau zählt seit Jahren zu den attraktivsten und nachgefragtesten Stadtteilen Dresdens – vor allem für junge Menschen, Studierende und Familien. Der Stadtteil verbindet eine gute zentrumsnahe Lage mit vergleichsweise bezahlbarem Wohnraum, viel Grün und einer lebendigen, aber nicht überdrehten Atmosphäre. Innerhalb Löbtaus haben sich zwei Hauptbereiche besonders herauskristallisiert, die bei Wohnungssuchenden und Immobilieninteressierten am stärksten punkten. Löbtau-Süd gilt derzeit als der beliebteste und gefragteste Teil des Viertels. Rund um den Bonhoefferplatz, die Reisewitzer Straße, die Nürnberger Straße und den südlichen Abschnitt der Tharandter Straße finden sich viele liebevoll sanierte Gründerzeitbauten, charakteristische „Kaffeemühlen“-Eckhäuser und ruhige Seitenstraßen mit grünen Innenhöfen. Hier profitieren Bewohner von einer hohen Wohnqualität: zahlreiche Spielplätze, Nähe zur Weißenitz mit ihren Grünzügen, gute Nahversorgung (Supermärkte, Cafés wie das beliebte Cross River Coffee) und eine familienfreundliche, entspannte Stimmung. In den letzten Jahren war Löbtau immer wieder der geburtenstärkste Stadtteil Dresdens – ein klares Indiz dafür, wie gut das Viertel bei jungen Familien ankommt. Löbtau-Nord, vor allem der Bereich um die Kesselsdorfer Straße (westlicher Teil), die Gohliser Straße und angrenzende Seitenstraßen, spricht hingegen stärker Studierende, junge Berufstätige und Pendler an. Die Straßenbahnlinien 1, 2 und 12 bringen einen in 10–15 Minuten direkt zur TU Dresden oder in die Innenstadt, und die Infrastruktur ist top: Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, kleine Läden und eine lebendige, aber nicht überlaufene Szene. Viele Altbauten wurden hier modernisiert, WG-gerechte Wohnungen sind reichlich vorhanden, und die Preise sind meist etwas günstiger als im Süden. Der Norden wirkt dichter und etwas lauter, bietet aber genau die urbane, junge Energie, die viele suchen. Der historische Kern um Altlöbtau (mit Resten der alten slawischen Platzdorfanlage) bleibt ein kleiner, charmanter Geheimtipp für alle, die es ruhiger und idyllischer mögen – hier findet man noch mehr Grün und eine fast dörfliche Atmosphäre inmitten der Stadt. Insgesamt profitiert Löbtau von seiner Mischung aus Nähe zur Universität, guter ÖPNV-Anbindung, wachsendem Grün (Weißeritzgrünzug) und der erfolgreichen Sanierung nach der Wende. Im großen SZ-Studenten-Voting 2025 landete Löbtau auf Platz 2 – nur knapp hinter der Südvorstadt. Wer eine ruhige, grüne, aber nicht abseits gelegene Lage sucht, liegt mit Löbtau-Süd (insbesondere Bonhoefferplatz-Gegend) goldrichtig; für mehr Action und Uni-Nähe ist der Norden die erste Wahl.